Das waren die Zeltlager der Peiner Jugendfeuerwehren

Die Zeltlager sind für Jugendfeuerwehren der Höhepunkt des Jahres. Ohne nervende Eltern oder Geschwister können die Jugendlichen einmal ganz unter sich sein – zumindest ist das oft der Anspruch. Umfangreiche Wochenprogramme und spaßige Betreuer sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Wir haben einige Impressionen der diesjährigen Zeltlagersaison eingeholt und zeigen die Berichte der Jugendfeuerwehren, die sicher für die eine oder andere Gruppe Anregungen für die nächsten Planungen enthält. Darunter zum Beispiel das Zeltlagertagebuch der Jugendfeuerwehr Vechelde/Wahle und den Bericht der Stadtjugendfeuerwehr.

Zeltlager der Jugendfeuerwehr Vechelde-Wahle am Doktorsee

Mit 22 Teilnehmern ging es für die Jugendfeuerwehren bei wechselhaftem Wetter eine Woche an den Doktorsee bei Rinteln. Hier ein Auszug aus ihrem Zeltlagertagebuch:

Tag 1 am Doktorsee: Bereits heute haben sich die Betreuer sowie ein Jugendfeuerwehrmitglied mit allem Gepäck auf den Weg nach Rinteln gemacht um das Lager zu errichten. Kleine Gewitterschauer haben unseren Aufbau begleitet, die bei den vorherrschenden Temperaturen jedoch keine Abkühlung mit sich brachten.

Tag 2 am Doktorsee – Tag der Anreise: Voller Vorfreude versammelten sich die Kids am Feuerwehrhaus, verabschiedeten sich schnell von ihren Eltern und dann ging es los. Rein in die Autos und ab zum Doktorsee. „Wie lange fahren wir?“, „Wann sind wir da?“ – die typischen Fragen wenn es mit den Kids in den Urlaub geht. Doch die Ungeduld dauerte nicht lange. Nach der Ankunft hatte sich die erste Aufregung bereits gelegt. Schnell waren die Betten hergerichtet, die Koffer ausgepackt und schon wimmelte es auf dem Platz und vor den Zelten nur so von spielenden Kindern und Jugendlichen.

Tag 3 am Doktorsee: Der eingeteilte Küchendienst sorgte am Mittag für ein leckeres Sonntagsmahl. Neben Kartoffeln schälen, Schnitzel panieren und Tisch decken gehörte auch das Abwaschen täglich zu den Aufgaben der Kids. Bei strahlendem Sonnenschein stand das Tretboot fahren ganz oben auf der Liste. Andere bauten die ersten Zeltlagerstühle oder gingen im angrenzenden Badesee schwimmen. Nach dem Abendessen haben wir den Tag beim Fußball oder Wikingerschach spielen ausklingen lassen.

Tag 4 am Doktorsee: Es ging nach dem Frühstück zur Besichtigung der Werkfeuerwehr der Lebenshilfe Rinteln. Dort erkundeten wir viele Gerätschaften, die uns natürlich nicht unbekannt waren, und betrachteten die Stadt von oben. Die große Wiese an unserem Zeltplatz bot viel Platz für verschiedene Spiele, so dass wir die Teilnehmer des benachbarten Zeltlagers – die Gemeindejugendfeuerwehr Edemissen/Wendeburg – am Nachmittag in unserem „Garten“ einladen konnten. Mit zehn Teams trugen wir bei strahlendem Sonnenschein ein Wikingerschach-Turnier aus. Nach dem Abendessen haben wir den Tag mit Gesellschaftsspielen und einigen anderen Aktivitäten ausklingen lassen.

Tag 5 am Doktorsee: Ein schöner Tag mit viel Sonnenschein geht zu Ende. Heute Vormittag wurden wieder fleißig Stühle gebaut und die Wiese für verschiedene Spiele genutzt. Nach der Mittagspause besichtigten wir das Werk der Glashütte Rinteln. Dieses ist das vielfältigste Werk in der Farb- und Formwahl der fast 90 Werke der O-I Glasspack. Die in der Produktion herrschenden Temperaturen brachten die Teilnehmer sehr ins Schwitzen. Im Anschluss an die sehr interessante Führung gab es noch einen kurzen Rundgang bei der Werkfeuerwehr bevor wir die Rückreise zum Zeltlager antraten.

Tag 6 am Doktorsee: Ein weiterer ereignisreicher Tag ist heute zu Ende gegangen … Tagsüber haben wir ein Rollenspiel geprobt und die Requisiten dafür hergestellt. Auch der Badespaß am Strand kam bei dem schönen Wetter nicht zu kurz. Am Abend fand bei unseren „Nachbarn“ aus Edemissen und Wendeburg der große Lagerabend statt, zu dem wir eingeladen waren. “Mittelalter” lautete das Motto und das Lager wurde eigens dafür in eine Burg verwandelt. Nach den Vorführungen aller Jugendfeuerwehren, die in den vergangenen Tagen vorbereitet wurden, wurde an einer langen Tafel zum Ritteressen gebeten.

Tag 7 am Doktorsee: Auch heute war ein schöner aber herausfordernder Tag. Nach dem Frühstück fuhren wir mit allen Teilnehmern zur Weserbrücke in Fuhlen um von dort mit zwei Schlauchbooten zurück nach Rinteln zu paddeln. Bei der Pause an der Fähre Großenwieder konnten wir uns mit Obst und Getränken stärken. Pünktlich zur Kaffeezeit sind wir wieder auf dem Zeltplatz angekommen und haben den Tag mit Spiel und Spaß ausklingen lassen.

Tag 8 am Doktorsee: Bei überwiegend sonnigem Wetter haben wir unseren letzten Tag im Zeltlager mit vielen Spielen, schwimmen gehen und Minigolf spielen verbracht. Das Projekt Zeltlagerstühle wurde erfolgreich abgeschlossen und als Dankeschön haben wir einen Stuhl zum Nachbauen an die Gemeindejugendfeuerwehr Edemissen/Wendeburg verschenkt.

Tag 9 am Doktorsee: Heute mussten wir nach einer schönen Zeltlagerwoche die Heimreise antreten. Nach dem Frühstück begann das große Kofferpacken und der Zeltabbau. Gegen Mittag haben wir den Platz verlassen und haben alle Kids rund zwei Stunden später zu Hause an Ihre Eltern übergeben. Eine ereignisreiche Woche ist zu Ende. Wir werden viele Momente in guter Erinnerung behalten und freuen uns auf eine spannende Zeltlagerwoche in 2017.

Zeltlager der Gemeindejugendfeuerwehr Edemissen/Wendeburg am Doktorsee

Aufwändiger Höhepunkt der Aktionen im Zeltlager der Gemeindejugendfeuerwehr waren die Ritterspiele, für die bereits zu Hause viele Stunden gebastelt und gewerkelt wurde. Mit einem Festmahl an einer der Ritter würdigen Tafel verbrachten die 80 Teilnehmer mit den Gästen der Jugendfeuerwehr Vechelde/Wahle einen abwechslungsreichen Lagerabend.

Mit den Besichtigungen bei der Firma Wesergold – die unter anderem Extaler Mineralwasser abfüllen – und dem Besucherbergwerk Rammelsberg bei Goslar stand auch reichlich Programm außerhalb des Zeltplatzes an. Allerdings versammelten sich pünktlich zum Spiel der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft dann doch alle wieder im Zelt zum Public Viewing. Kein Fußball- aber immerhin ein Wikingerschachturnier trugen schließlich die Jugendlichen mit ihren Nachbar der Jugendfeuerwehr Vechelde/Wahle aus.

Zeltlager der Jugendfeuerwehr Stederdorf auf Fehmarn

Nachdem bereits am Samstagabend die Anhänger gepackt worden waren, ging es am frühen Sonntagmorgen auf Richtung Norden. Ziel war die Ostseeinsel Fehmarn. Nach gut fünfstündiger Fahrt, einer kurzen Lageerkundung und einem kurzen Regenschauer schlugen wir unser Lager auf. Als alles aufgebaut und ausgepackt war, wurde gegrillt. Im Anschluss ging es zu einer Runde Fußball auf den Sportplatz. Den ersten Abend ließen wir mit einer Runde des beliebten Werwolf-Spiels ausklingen. Am zweiten Tag ging es mit den Bussen nach Burg. Dort erkundeten wir die Stadt und kauften und verschickten die ersten Postkarten. Einige Kids deckten sich mit Wasserpistolen ein, um anschließend auf dem Campingplatz bei besten Temperaturen eine Wasserschlacht zu veranstalten.

Täglich wechselten das Küchenteam und die Mahlzeiten. Von Schnitzel mit Kartoffeln, über Spaghetti Bolognese war so einiges dabei. Besonders den Jüngsten machte der Küchendienst mit schneiden und abwaschen viel Spaß. Lieblingsessen nach dem Zeltlager: Kartoffelbrei. Beim Adventure Golf gab es dann eine ausgelassene Runde Minigolf. Anschließend mussten wir unser Lager sturmfest machen, da starke Windböen für die Nacht angesagt wurden. Wir holten große Steine wurden vom Strand, um die Zelte zusätzlich zur Sturmbespannung auf dem Boden zu halten. Die Nacht haben wir aber schadlos überstanden.

Am nächsten Tag ging es in die Galileo Wissenswelt, wo es viel zu entdecken gab. Zusätzlich gab es dazu ein Dunkel-Experiment in dem wir mit verbundenen Augen und einem Stock die Welt erkundet haben, ohne etwas zu sehen. Für alle eine ganz neue Erfahrung. Die ausflugsfreie Zeit wurde natürlich auch immer gut genutzt und durch viele verschiedene Spiele gut gestaltet. Zum Beispiel ein drei Tage dauerndes Monopoly-Spiel. Es wurde nie langweilig.

Am Donnerstag ging es dann ins spannungsvoll erwartete „Münzmuseum“ – dem Hansa Park. Der Tag wurde durch die vielen Bahnen und Karussells sehr gut angenommen und war leider auch sehr schnell wieder vorbei. Am Freitag hatten wir dann auch endlich mal vernünftiges Strandwetter ohne vom Regen überrascht zu werden. Vorerst jedenfalls, zum Nachmittag gab es dann leider doch wieder Regen. Wir ließen uns davon aber nicht unterkriegen, also ging der Tag mit Gesellschaftsspielen weiter. Am letzten Tag ging es in ein Spaß und Freizeitbad. Dort wurden die vielen Rutschen in Dauerbeschlag genommen und wir hatten jede Menge Spaß. Zum Abschluss des Tages wurde gegrillt und es ging nochmal auf den Fußballplatz.

Am Sonntagmorgen ging es früh aus den Betten. Nach dem Waschen und Frühstücken wurde aufgeräumt, abgebaut und alles wieder in die Anhänger verladen. Gegen 11 Uhr wurde die Rückreise angetreten und gegen 16 Uhr dann unser Heimathafen Stederdorf wieder erreicht. Vom Wetter hatten wir alles dabei, Sonne, Regen, Sturm und Gewitter. Dennoch hatten wir unseren Spaß und alle sind wieder heil nach Hause gekommen.

Zeltlager der Jugendfeuerwehren der Stadt Peine (Quelle: PAZ vom 11.07.2016)

Bereits am Nachmittag des letzten Schultages wurde das Gepäck, Zelte und vieles mehr der 100 Teilnehmer auf Lkw der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes Peine verladen. Am nächsten Morgen ging es dann für die Jugendfeuerwehren Essinghausen, Dungelbeck, Handorf, Kernstadt, Rosenthal, Schwicheldt, Vöhrum und Woltorf Richtung Harz, auf den Campingplatz Eulenburg in Osterode. „Nach dem Aufbau der Zelte und Einrichten des Zeltlagers konnten wir dank der Verpflegungsgruppe der DRK Bereitschaft Peine unseren Hunger stillen“, sagt Jannis Kuppe von der Kernstadtwehr.

Neben zahlreichen Tagesausflügen in der Harzregion erlebten die Jugendfeuerwehren eine spannende Führung in dem Besucherbergwerk des Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar. Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Lagerabend. Hier wurde ein Entenrennen auf einem vorbeifließenden Bach absolviert. Die Enten wurden von den Teilnehmern im Voraus individuell gestaltet und aufgehübscht. Nach der Verkündung von Stadtjugendfeuerwehrwartin Michaela Kunter und ihrem Stellvertreter Marco Wulfes, dass alle Teilnehmer als Gewinner hervorgegangen sind, wurde ein besonderes Überraschungsgeschenk zum Erstaunen aller übergeben – ein Rucksack mit dem Logo der Peiner Jugendfeuerwehren. Ermöglicht haben diese gelungene Überraschung, von der nur Michaela Kunter als Organisatorin wusste, die Stadtwerke Peine und die Kreissparkasse Peine. „Bereits seit einigen Jahren wird durch Michaela für alle Teilnehmer der Stadtjugendfeuerwehrzeltlager eine Überraschung überreicht, die nachhaltig im Stadtgebiet bei den Jugendlichen zu finden sind“, so Kuppe. „Ein weiterer Dank geht an die Verpflegung durch das DRK, denn bei der Anzahl der zubereiteten Mahlzeiten wurden bei diesem Zeltlager sämtliche Rekorde gebrochen.“

Zeltlager der Gemeindejugendfeuerwehr Hohenhameln

Am 20. Juli war es endlich soweit. Mit vier Mannschaftstransportern der Freiwilligen Feuerwehren und mehreren privaten PKW starteten die Jugendfeuerwehren aus Soßmar, Mehrum, Gadenstedt, Münstedt und Oberg in ihre gemeinsame Ferienfreizeit. Insgesamt machten sich 41 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit 13 Betreuerinnen und Betreuern auf ins Zeltlager nach Bodenwerder. Mit dabei zehn Zelte und für jeden ein klappbares Feldbett.

Im Zeltlager erwartete die 10- bis 16-jährigen Kinder und Jugendlichen ein umfangreiches Programm mit täglich neuen Aktivitäten. Sie besuchten den Tierpark in Neuhaus und die Sommerrodelbahn in Bodenwerder. Der Hochseilgarten in Silberborn mit seinen 58 Kletterstationen war ihre größte sportliche Herausforderung. Beim Besuch des Rattenfängerspiels in Hameln war  zum Ausgleich etwas Kultur angesagt. Sportlich ging es bei einer Paddeltour auf der Weser weiter. Dafür und für Geocaching sowie einen Besuch im Freibad, war das Wetter optimal.

Ein Gast des Campingplatzes – ein pensionierter Lehrer – war vom lebhaften Treiben der Jugendgruppe so beeindruckt, dass er den Feuerwehrnachwuchs spontan zu einer Höhlenbesichtigung einlud. Ein Geheimtipp, so versprach er. Ausgestattet mit Taschenlampen starteten die Gruppen am nächsten Tag zur Rothesteinhöhle im Ith. Die gemeinsame Erkundung war ein ungeplantes, aber durchaus willkommenes Abenteuer und ein Highlight der Woche.

„Toll waren auch die Abende, die wir mit verschiedenen Spielen und der Präsentation von Sketchen verbracht haben“, schwärmt die 14-jährige Katharina. „Und das Essen, das die Betreuer täglich für uns gekocht haben, das war wirklich prima“, betonten die Jugendlichen übereinstimmend. In der Küche hatte Karen Funke aus Oberg das Sagen. Den Abwasch übernahmen stets die Kinder und Jugendlichen – Arbeitsteilung eben.